Durch die steifen Wurfarmenden (hier eigentlich fast 1/3 des Wurfarmes) wird der
arbeitende Teil des WA reduziert, die Belastung des Holzes muss daher an dieser Stelle
größer sein, als wenn der äußere Bereich auch mitarbeitet. Wenn der Bogen entsprechend
gebaut ist, stellt das grundsätzlich kein Problem dar, nur wirkliche Vorteile bringt es nicht.
Deine Theorie der schnelleren Wurfarme durch mehr Masse (--> höheres Gewicht) funktioniert
leider nicht, im Gegenteil, der Bogen wird träger, da er mehr Material bewegen muss.
Ich arbeite die Wurfarmenden auf eine Breite von 0,8 cm herunter und die Dicke der Wurfarme
nimmt von innen nach außen leicht ab.
Bei meinem letzten Selbstgebauten (Robinie, 30#, Recurves) ging ich an die Grenzen und machte
die Tips nur ca. 5mm breit. Das gute Stück wirft für die Pfundzahl sehr, sehr flott, hat mittlerweile
gut 500 Schuss runter und die Besitzerin hat letztes Wochenende das erste Mal einen Turniersieg
eingefahren.
Übrigens, in Sachen Sehnen:
Meinen 56-Pfünder schieße ich mit 12 Strängen.

Gruß
Selfnockschnitzer