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Autor Thema: Wie hoch sollte der gpp-Wert eines Pfeiles sein?  (Gelesen 673 mal)
Prime
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« am: September 13, 2017, 22:22:23 »

Hallo,
ich lese seit einiger Zeit hier mit und bin gestern über folgende Aussage von Absinth gestolpert:


Ich werde dir wirklich nicht deine 8 GPP ausreden - trotzdem sie für mich zu wenig wären... Ja, es gibt Schützen die auch mit noch weniger GPP hervorragend unterwegs sind...


Absinth

Hat das Vorteile wenn man einen Pfeil mit hohem GPP schießt? Ich war, schon aufgrund meiner langsamen Axiom WA, eher in die andere Richtung unterwegs und
wollte mit den 600er Agil ein möglichst leichtes Pfeilgewicht erreichen um die Flugbahn flach zu halten. Hab mal die Gewichte überschlagen und komme auf ein gpp von 6,7.

Wären schwerere Schäfte sinnvoller auch wenn die Pfeilgeschwindigkeit langsamer wird?

MfG Andre
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carpe noctem
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« Antworten #1 am: September 13, 2017, 22:41:10 »

Einen schweren Pfeil zu schiessen hat zum Beispiel den Vorteil der er mehr Energie aufnimmt als ein leichter.
Bei 3D wo man auch mal einen Axt im Weg hat wird ein schwerer Pfeil nicht gleich abgelenkt.
Der Bogen wird schonender behandelt da eben mehr Energie in den Pfeil geht und nicht vom Bogen verdaut werden muss.
Viele Bogenbauer schreiben deswegen ja ein Pfeilmindestgewicht vor, oft eben 8gpp ältere Bögen oft 9-10gpp
Das macht aber nach meiner Meinung nur Sinn wenn man ab 35# aufwärts auf den Fingern hat.
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Michaelpfeil
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« Antworten #2 am: September 13, 2017, 23:07:11 »

Naja eine Axt ist bei meinen Pfeilen nicht gerade im Weg, aber viele sagen, dass ein schwerer Pfeil auch mehr Fehler verzeiht.

Richtig ist natürlich, daß der Bogen geschont wird, doch die meisten Bogenbauer schreiben ohnehin ein Mindestpfeilgewicht vor - oder man hört oder fühlt es.

Ich mag halt gern leichte Pfeile (wobei ich meine gar nicht als so leicht empfinde), da die -bei meinem Setup -länger geradeaus fliegen.

Aber das ist wirklich Glaubens- oder Einstellungssache, da gibt es kein richtig oder falsch  aus meiner Sicht.
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SilentEntry
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« Antworten #3 am: September 14, 2017, 06:45:22 »

Es gibt auch Hersteller, die kein Mindestpfeilgewicht vorschreiben. Bspw Falkenholz. Wenn du ein Metallmittelteil hast sieht switch wieder anders aus.
Beim Compound ist mindestens 5gpp.

Ich bin auch ein "Speedjunkie", aber ein leichter Pfeil ist sehr nervös! Kleinste Unsauberkeiten im Schuss wirken sich dann sehr stark aus.
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roscho
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« Antworten #4 am: September 14, 2017, 08:10:44 »

Eine Frage mit VIEL Diskussionspotential Wink
Zitat
Wären schwerere Schäfte sinnvoller auch wenn die Pfeilgeschwindigkeit langsamer wird?


Die Antwort lautet -aus meiner Sicht - wie so viele beim Bogenschiessen: JEIN  Grin Grin

Zuerst müssten wir uns mal drauf einigen:

WAS ist schwer (5-7 gpp ultraleicht, 7 bis 9 leicht, 9 - 11 mittel, 11 - 13 schwer, ab 13 richtig schwer ? )

WAS für ein Bogen, d.h was kann der Bogen ab, hat der Bogen ein Mindestpfeilgewicht ?

Für WAS ist der Bogen gebaut ? Welchen Wirkungsgrad bei welchem Pfeilgewicht hat der Bogen ?  ( US Jagdbögen sind oft auf schwere Jagdpfeile hin optimiert)

Allgemein gilt: schwere Pfeile sind
a) bogenschonender b) fehlerverzeihender c) langsamer

Für einen Schiessstil mit Visieren bzw Zielen (GAP etc) sind leichte Pfeile aufgrund der flacheren Flugbahn besser - ein reiner "Instinktivschütze" der die Flugbahn ins Hirn einprägen muss ist mit einem langsameren Pfeil den man besser verfolgen kann besser dran.

Wie Michael schon schreibt: es gibt kein RICHTIG oder FALSCH. Es kommt auf DICH (deine Präferenzen) und auch auf deinen Bogen an.

Natürlich auch auf das Pfeilmaterial - ich habe gehört es soll ausser Carbon auch noch so etwas wie Holz oder Alu geben  Grin

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algo
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« Antworten #5 am: September 15, 2017, 00:31:58 »

Eine Frage mit VIEL Diskussionspotential Wink

... schwere Pfeile sind ... b) fehlerverzeihender ...


@roscho

kannst du darauf näher eingehen?
Also welchem/n Fehler/n wird da entgegengewirkt und wo muß dann die zusätzliche Masse hin? In die Spitze, den Schaft, die Nocke?

Nun jeder wird wohl auch noch nachvollziehen können, daß der schwere Pfeil gegenüber dem leichteren Pfeil (gleicher Durchmesser/Länge und Befiederung vorausgesetzt) bei Seitenwind weniger abdriftet.
Aber "fehlerverzeihend" ??

Gruß
algo
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roscho
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« Antworten #6 am: September 15, 2017, 08:34:36 »

Im Prinzip der Umkehrschluss von Silententry:

Zitat
Ich bin auch ein "Speedjunkie", aber ein leichter Pfeil ist sehr nervös! Kleinste Unsauberkeiten im Schuss wirken sich dann sehr stark aus.

Ich persönlich denke das schwer nicht gleich schwer ist d.h. ist das Gewicht im Schaft oder in der Spitze ?

Ich persönlich bevorzuge mittlere Schäfte um die 7 gpi mit einem 100 gn Insert und einer 85 bis 100 gn Spitze.

Darauf gekommen bin ich durch einige Diskussionen in US Amerikanischen Foren.

Ich bin kein Physiker, ich denke aber das durch die Masse an der Spitze sich der Pfeil (auch nach kleinen Lösefehlern) schneller stabilisiert und auch richtungsstabiler bleibt.

Auf jeden Fall schiesse ich damit konstanter als mit einem leichten Pfeil (mit weniger FOC).

Elha hier im Forum zeigt aber auch das leichte Pfeile sehr präzise sein können Smiley
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elha
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« Antworten #7 am: September 15, 2017, 08:49:46 »

Danke für die Blumen Roscho ...  Engelchen

Aber leicht oder schwer ist immer eine Frage der Perspektive ...

Da ich von knappen 6 gpp komme , schiesse ich m Augenblick schwere Pfeile ... so mit 6,8-7,4 gpp je nach Pfeil ...  pfeifend

Ich denke wichtig ist , womit fühle ich mich persönlich wohl .

Fehlerverzeihend finde ich nicht attraktiv ... mein gesamtes Equipment ist darauf ausgelegt optimal zu performen ... vorausgesetzt ich mache alles richtig .

Wenn nicht, möchte ich eine bestmögliche Resonanz auf meine Formfehler erhalten ... aber das ist mein persönlicher Ansatz .
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OidaFuchs
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« Antworten #8 am: September 15, 2017, 09:16:10 »

Je nach Bogen zwischen 8 und 10 (11) gpp. Finde leichte bis mittelschwere Pfeile in Kombination mit relativ hohem Spitzengewicht (FOC über 15%) auch fehlerverzeihender - Was ich gut gebrauchen kann...  Sieht man auch sehr gut bei der Gruppierung der Rohschäfte.

D.h. ähnlich der Empfehlung von Roscho zwischen 140 und 200 gn vorne.

Verwende dafür nur kleine und flache Federn (MG Outdoor 3,5", Low Profile).
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Stringwistler
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« Antworten #9 am: September 15, 2017, 09:46:55 »

Das kannst du ganz gut selbst ausprobieren was zu dir passt, wenn du dir einen Verein suchst, wo die Leute verschiedene Pfeile schießen.  pfeifend
Mit schwereren Pfeilen bzw. Mit schwereren Spitzen, FOC wirst gerade du als Anfänger immer engere Gruppen schießen. Auch weitere Entfernungen machen die allerdings auch eine höhere Parabel... was man allerdings instinktiv/intuitiv sehr schnell abspeichern kann. Der Erfolg stellt sich halt schneller ein. Ich schieß zB. nichts unter 10,6gpp. Und wie Roscho geschrieben hat, 100er oder zumindest 60gn Insert mit kurzer 60-70gn Spitze, haben genug FOC und werden durch den kürzeren Hebel bei Fehlschüssen auch nicht so schnell krumm.  Grin
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dediak
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« Antworten #10 am: September 15, 2017, 11:17:57 »

...Ich schieß zB. nichts unter 10,6gpp...

Ich schiess z.B. nichts über 6,5 gpp. Und ich hab durchaus schwerere ausprobiert.
So unterschiedlich sind eben die Vorlieben.  Wink
Muss jeder für sich und sein Material selbst entscheiden.
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« Antworten #11 am: September 15, 2017, 11:51:57 »

Was waren das schöne Zeiten, als alles was man brauchte am nächsten Haselnussstrauch wuchs...

Die Frage war eigendlich eher allgemein gehalten, das Zitat hörte sich halt so an als ob schwere Pfeile fast immer Vorteile haben.

Ich bin bei meinen leichten Pfeilen gelandet, weil ich in dem einen Jahr mein Zuggewicht von 25# auf 43# am Finger gesteigert habe und es mich gestört hatte in unserem Parcour immer übers Ziel gucken zu müssen.

Aber ein sehr interessantes Thema, das relativiert auch so Aussagen wie: "beim Border bist du halt gezwungen schwere Pfeile zu schießen." Scheint ja dann doch kein so großer Nachteil zu sein wie mir erzählt wurde.

Ich werde mir mal 2-3 schwerere Schäfte besorgen und mal ein bißchen ausprobieren.
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dediak
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« Antworten #12 am: September 15, 2017, 12:14:44 »

Ich werde mir mal 2-3 schwerere Schäfte besorgen und mal ein bißchen ausprobieren.

Das mach Sinn, sehr vernünftig. Nur so kannst Du für dich persönlich entscheiden, was dir mehr liegt.
Dann berichte mal von deinen Versuchen.
Als ich schwerere Pfeile versucht habe, waren es die Bark Pro.
Hab hier noch 6 unbenutzte, ungekürzte Schäfte liegen. Bei Bedarf...  Wink
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Absinth
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Ist der von Rinehart? Nee, von Steiff!


« Antworten #13 am: September 15, 2017, 12:34:45 »


Was waren das schöne Zeiten, als alles was man brauchte am nächsten Haselnussstrauch wuchs...
...

Gibt es denn in deiner Nähe, tatsächlich heute schon, keine Haselnusssträucher mehr - oder hat sich dein diesbezüglicher Anspruch geändert... oder hat es etwas mit deiner (wie auch mit meiner) Bequemlichkeit zu tun... oder was auch immer?


...
Die Frage war eigendlich eher allgemein gehalten, das Zitat hörte sich halt so an als ob schwere Pfeile fast immer Vorteile haben.
...

Ich bin dir wirklich nicht böse, wie könnte ich - für deine freie Interpretation meines Zitats.

Glaube mir, oder auch nicht, du kennst mich nicht besser - als ich mich selbst!


...
Ich werde mir mal 2-3 schwerere Schäfte besorgen und mal ein bißchen ausprobieren.

Hätte ich dir eh noch gesteckt... Mach dir 9 Pfeile fertig - 3 in Leicht + 3 in Mittel + 3 in Schwer - und probiere es selbst aus und mache deine eigenen Erfahrungen! Was für dich - leicht, mittel und schwer ist - darfst du selbst entscheiden.


Also - Alles ist gut - beste Grüße vom Absinth und berichte hier!   Daumen hoch



Nachtrag: Ich habe einige Emojis entfernt, diese komischen Dinger können echt verstörend wirken!
« Letzte Änderung: September 15, 2017, 15:38:27 von Absinth » Gespeichert

Wes Bogen ich schiess, des Lied ich sing.

nihil sine deo

bowster
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« Antworten #14 am: September 15, 2017, 13:33:40 »

Ich mache das auch von den Bögen abhängig mit denen ich schiesse, Border CH macht richtig Laune ab mehr als 10gpp, ACS ab 9gpp, Uukha und W&W ab 5gpp, meine Selfbows tlw ab 6gpp, die meisten schätzen es aber wenn ich mehr als 8gpp schiesse.
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