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Autor Thema: Antur Nesta Black Testbericht  (Gelesen 734 mal)
Recurvemodern
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« am: Juli 23, 2017, 18:39:09 »



Hallo liebe Bogensportgemeinde

Nach dem ich mich in den Antur Nesta in der Version Black verliebt habe, bin ich zum Bogendealer bei mir ums Eck, der ihn zum Probeschießen da hatte und hab einen kurzen Testlauf gestartet. Da es mir wichtig war, dass das Setup mit den vorhandenen Pfeilen funktioniert hatte ich diese natürlich dabei.  Hab mich dann ziemlich schnell für diesen Bogen entschieden in der Version Black wie oben beschrieben. Laut Email Kontakt mit dem Hersteller, der übrigens sehr zuvorkommend abgelaufen ist, sind die 3 Versionen des Bogens baugleich und unterschieden sich nur in der Farbgebung und meines wissens minimal im Preis. Außerdem gibt der Hersteller kein Mindespfeilgewicht vor.

Nach drei Runden auf dem vereinseigenen Trainingsplatz hatte er dann gestern seinen Showdown im Parcour von Bow-Targets in Ellerbach.
Da ich von einem Modernen Recurve (70" und 34 lbs bei 28") wieder zurück bin zu einem Traditionellen Recurve war bzw. ist es eine Umstellung was aber auch jedem klar sein sollte.
Der Antur Nesta hat 60"  und 35 lbs bei 28" bei meinen knapp 31 zoll Auszug ist das natürlich ne andere Hausnummer als bei den vorher 70" Bogenlänge.

Was mich sehr überrascht - er lässt sich trotz der nur 60" erstaunlich angenehm ausziehen, von Stacking hab ich bisher nichts spürbar mitbekommen.
Zum Schussverhalten an sich  kann ich sagen, dass es für mich vom modernen Recurve mit Bogenschlinge eine nicht unbeträchtliche Umstellung war und auch  immer noch ist.
Wenn man den Bogen zu "lasch" hebt, dann schüttelt er einen doch schon ganz schön durch, was aber durch einen beherzten Griff der Bogenhand sehr gut ausgemerzt werden kann.

Zu den von mir beim Test verwendeten Pfeilen:
Name: Bearpaw Penthalon Traditional Black
Spine: 600
Straightness +/- 006
Gewicht Schaft: 6.8 GPI
Spitze Tophat: 60 grain
Insert: 15 grain (hatte leider keines mehr vorrätig zum nachwiegen)
Protectorring an der Spitze
Federn: 3" Shield
Pfeilgewicht gesamt : 326 grain

Zur Verarbeitung möchte ich sagen, dass ich an keiner Stelle etwas zu mäkeln gefunden habe. Alle Kanten sind sauber und angenehm gearbeitet. Der Griff ist etwas gewöhnungsbedürftig für Menschen mit überdurchschnittlich großen Händen liebt aber, meiner Meinung nach, trotzdem sauber und satt in der Hand. Das geringe Eigengewicht kommt bei Parcourbesuchen sehr positiv zu tragen und stört in keiner Hinsicht den Schussablauf.

Durch die Umstellung  von Modern auf Traditionell ist es so, dass er mir verständlicher weise wesentlich "aggressiver" und "zickiger" vorkommt, was aber an der Umstellung von 70 auf 60 Zoll in meinem Fall liegt.  Grin
Wer kurze Bögen gewöhnt ist hat damit sicher weniger Probleme. Cheesy
Ich habe den Bogen noch mit wesentlich schwereren Spitzen eines Vereinskollegen getestet und kann sagen, dass ich dem Hersteller recht gebe, dass der Antur Nesat sich generell mit schweren Pfeilen wohler fühlt, aber das sollte ja bekannt sein " schwere Pfeile = ruhigerer Bogen"
Dennoch werde ich sehr wahrscheinlich mein Pfeilsetup beibehalten, da wie schon oben beschrieben, mit einem beherzten Griff der Bogenhand das "Schütteln" des Schützen beachtlich verringert bzw. auch abgestellt werden kann.


Mir macht der Bogen einen heiden Spaß, ich bin mit der Verarbeitung, trotz anfängliche Skepsis (die dem "geringen" Anschaffungspreis geschuldet war), mehr als zufrieden und kann jedem der auf der Suche nach einem gut verarbeiteten und trotzdem Preiswerten Bogen ( 299€ ) ist diesen wärmstens empfehlen.
Natürlich sollte man auch diesen Bogen nicht kaufen, ohne ihn vorher zumindest mal kurz in der Hand gehalten zu haben und ein paar Schüsse gemacht zu haben.

Fazit
- relativ günstiger Bogen
- sehr gute Verarbeitung
- liegt auch bei großen Händen gut in der Hand
- beim Schuss selber sehr leise
- sehr geringes Eigengewicht


Grüße und Alle ins Kill
 
Recurvemodern

P.S. Bei Fragen einfach darunter schreiben, wenn ich sie beantworten kann werde ich das natürlich gerne machen.
                                Grin Wer Schreibfehler findet darf sie behalten Grin



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Benjamin
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« Antworten #1 am: Juli 28, 2017, 08:27:14 »

Hört sich ja gut an. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich diesen Hersteller noch nicht kannte.

Interessant finde ich auch die auf der Herstellerseite angegebenen 20 Jahre Garantie. Neben Bearpaw kenne ich keinen anderen Hersteller, der so lange Garantien gewährt.

Ich wünsche dir viel Spaß damit.

Gruß
Benjamin
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Marcus
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« Antworten #2 am: Juli 28, 2017, 09:14:48 »

Viking und Baier geben sogar 100 Jahre. Ob das Sinn macht, oder wirklich für die Qualität spricht, steht auf einem anderen Blatt.
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Stringwistler
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« Antworten #3 am: Juli 28, 2017, 10:29:10 »

Sehr schöner Testbericht, danke dafür.
Kommst du wirklich mit dem sehr leichten Setup von um die 7,5gpp zurecht?
Das ist doch so empfindlich, daß du jeden Muggenschiess spürst, oder?  Grin
Lass uns mal wissen wie es nach 2-3 Monaten mit dem treffen damit ist?...
Viel Spaß mit dem neuen....  Daumen hoch und zuzwinkern
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« Antworten #4 am: Juli 30, 2017, 19:16:03 »

Bisher komme ich noch gut mit dem relativ leichten Setup zurrecht, aber ich gebe bescheid wie es in ein oder zwei Monaten aussieht.
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Michaelpfeil
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« Antworten #5 am: Juli 30, 2017, 19:48:31 »

Danke für den Bericht - wir begegnen uns sicherlich irgendwann mal wieder und da bin ich gespannt darauf den in die Hand zu nehmen.
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« Antworten #6 am: September 14, 2017, 11:46:31 »

So nach der einen oder anderen Testrunde hab ich mich mal zu schweren Pfeilen leiten lassen.

Schaft : Penthalon SL Timber
Spitze: 110 Grain
Federn : 3 Zoll Shield
Gesamtgewicht neu : 387,6 gn
Gesamtgewicht "alt" : 325,6 gn

Nach ein paar Trainingsrunden  spürte ich sofort die Ruhe die mit den schwereren Pfeilen in den Bogen einkehrt. Der Handschock lässt auch deutlich nach.
Ich habe den Schaft absichtlich mal auf voller länge gelassen d.h. in dem Fall von nockboden bis Schaftende 32,28 zoll um genau zu sein .
Meine im oben stehenden Text beschriebenen pfeile sind dagegen nur 29,92 zoll lang da ich bisher immer der Auffassung war, alles was zu lang ist schluckt Energie.
Soll im Klartext heißen die "kurzen" Pfeile zieh ich bis vordere Kante Bogenfenster, was wenn man immer alles richtig macht auch keine Gefahr für den Schütze darstellt aber man sollte halt einfach immer konzentriert bei der Sache sein.
Die differenz der beiden Pfeilgeichte liegt bei 62 gn nur um es mal erwähnt zu haben.
Ich denke über kurz oder lang werde ich mir für meinen Antur Nesta einen schwereren Pfeil basteln ob es jetzt die Penthalon SL Timber werden kann ich definitiv nicht sagen, da es mich doch sehr stört das es Stricknadeln sind und Handarbeit (Stricken, Häckeln usw.) noch nie meins war.  Grin
Was aber keinerlei Kritik an den Schützen sein soll die mit den Slim Line egal in welcher Ausführung oder anderen dünnen Schäften bestens zurecht kommen.
Ich für meinen Teil komme einfach mit dickeren Schäften besser zurecht und ich finde es auch gut so das es unterschiedliche Meinungen und Auffassungen über den Schaftdurchmesser gibt.
Geträu dem Motto: Katzen mögen Mäuse mit Haaren ich mag se net mal ohne.

Wenn jemand Tips für schwere Pfeile hat entweder aus dem Hause Bearpaw oder GoldTip dann darf er sich gerne darunter verewigen.
Falls jemand Fragen haben sollte meldet euch einfach

Bis dahin

Alle ins Kill

Recurvemodern
« Letzte Änderung: September 14, 2017, 11:50:33 von Recurvemodern » Gespeichert

Stringwistler
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« Antworten #7 am: September 14, 2017, 11:58:40 »

Meine Rede.... mit den schweren Pfeilen.... Engelchen
Dann schau dir doch mal die Penthalon Traditional Black oder Traditional Bamboo, oder die Nijora Bark an.... da hast du einen 5/16" Schaft, kannst das Top Hat 60gn VA oder 100gn Heavy Hitter Insert schießen und eine sehr kurze, leichtere Spitze mit 50-70gn, dann ist der Hebel vorne so kurz, daß sie quasi nicht krumm werden können. Protectorring noch drauf... hält ewig....Welchen Spine schießt du gerade? Cheesy
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« Antworten #8 am: September 14, 2017, 12:13:53 »

 hey  Stringwistler

Seither immer 600 spine  die Slim line sind 500 da passt auch der Rohschafttest besser vom Ergebniss her.
« Letzte Änderung: September 14, 2017, 12:19:29 von Recurvemodern » Gespeichert

Absinth
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Ist der von Rinehart? Nee, von Steiff!


« Antworten #9 am: September 14, 2017, 12:17:02 »


@Recurvemodern, danke für deine Berichte!   Daumen hoch

Welches Zuggewicht hat denn dein Bogen bei knapp 31 Zoll Auszug?


Absinth
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Wes Bogen ich schiess, des Lied ich sing.

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« Antworten #10 am: September 14, 2017, 12:23:15 »

@ Absinth

Hab ihn leztens erst gemessen da hatte er bei 31 zoll ca 42 lbs laut Bogenwaage.
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Stringwistler
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« Antworten #11 am: September 14, 2017, 17:08:37 »

Na da werden aber bei 31" und vorne schwere Inserts keine 500er mehr reichen... Da wirst dass 400er brauchen...  Cheesy
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