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Autor Thema: Vereinshaftpflicht für Vereinsparcours  (Gelesen 1050 mal)
SilentEntry
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« Antworten #15 am: Juli 22, 2017, 09:23:23 »

Hi,
Alles was den Betrieb des Vereins angeht ist versichert!
Also auch die Sachen mit dem Parcours, auch Turniere etc.
Wurde so mit dem DFBV alles besprochen damit das Paket passt.
Gruß, Michael
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nordstern
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« Antworten #16 am: Juli 22, 2017, 12:35:39 »

Moin Bazi,

es geht ja nicht um Schäden durch eigene Dummheit, sondern um die Schäden, wo eine (Mit)-Schuld der Verein oder ein Vereinsmitglied hat.
Gerichtsurteile zur Haftung von Sportvereinen gibt es wie Sand am Meer, zu Bogensportvereinen ist mir keines bekannt. Aber hier kannst Du einen
(gefakten?) Fall ansehen: https://www.arag.de/versicherungen/vereine-verbaende/praxisfaelle/07877/
Da wohl die meisten Vereine eine HP haben, kommt es i.d.R. nicht zu einem Verfahren.

Wir würden in keinen Verein eintreten, der keine gültige HP und RS hat, das ist einfach Voraussetzung.

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eiger2000
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« Antworten #17 am: Juli 22, 2017, 14:22:20 »

@Bazi ... vielleicht kontaktierst du mal Murrhardt. Da gab es bei einem Turnier vor 2 oder 3 Jahren gleich 2 sehr ernsthafte Unfälle bei denen sich Schützen mit eigenen Pfeilen schwer verletzt haben ( jeweils in die eigenen Pfeile gestürzt). Auch wenn diese an den Verein wohl kaum eine Forderung stellen, kann ich mir vorstellen,  dass deren Kranken- oder Unfallkasse das probieren könnte.
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Rettet den Wald - esst mehr Spechte  Wink

Bazi
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« Antworten #18 am: Juli 22, 2017, 14:25:59 »

Interessanter Hinweis Klaus - aber wer ist Murrhardt??
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eiger2000
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« Antworten #19 am: Juli 22, 2017, 18:28:49 »

Googeltst du "Murrhardt Bogen" und dann hast du den Club  Wink
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Michaelpfeil
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« Antworten #20 am: Juli 22, 2017, 22:24:19 »

Budder bei die Fische? Gute Idee Engelchen
Abgesehen davon, dass ich nicht einmal auf die Idee kommen würde, einen Verein zu verklagen, wenn ich mir aus eigener Dummheit den Haxen auf deren Gelände breche, würde mich mal interessieren, ob denn jemand entsprechende Gerichtsurteile kennt??? D.h., dass einem "Kläger" in einem solchen Fall recht gegeben wurde?
Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass gerade im Bereich "Vereinsrecht" Szenarien aufgebaut werden, die einen förmlich dazu zwingen sollen, möglichst umfangreiche Versicherungen abzuschliessen, ohne praxistaugliche Beispiele nennen zu können. OK, lebt man im englischsprachigen Raum, mag das anders aussehen.... Aber hier?
Also nochmal: Kennt jemand Urteile aus dem deutschsprachigen Raum, bei denen ein Verein für Unfälle eines Mitglieds oder Gastes zur Kasse gebeten wurde?

Ich kann schon zitieren, aber ich will von oben nichts weglassen.
Zunächst geht es gar nicht mal darum, ob der Kläger recht hat oder nicht.

Der Verein bekommt eine Klage an den Hals, muss einen Anwalt beauftragen und langt erstmal in die Vereinskasse.
Gewinnt der Verein im Rechtsstreit bekommt er natürlich später sein Geld zurück, aber das kann mal ein Jährchen oder mehr dauern - je nachdem.

Zum Szenarienaufbau:

Lieber Bazi, ich kann dir in der Tat kein Beispiel aufweisen (ohne unter dem Stichwort "Verkehrssicherungspflicht" zu googlen).
Ich kann dir allerdings einige Beispiele nennen, die - sagen wir mal ähnlich sind und alle garantiert real, das weiß ich genau  Engelchen
- Jemand stolpert im Friseursalon über das Fönkabel und verletzt sich ---> Klage
- Jemand rennt gegen eine selbstöffnende Glastüre, die sich nicht schnell genug öffnet ---> Klage
- Immer wieder beliebt: öffentliche Verkehrsmittel starten durch nach dem Einsteigen, jemand fällt hin und verletzt sich ---> Klage
- Laufen auf dem Bürgersteig, ein Rosenzweig hängt im Weg und die Brille fliegt weg ---> Klage
- Das Auto wird durchs Ausparken "verletzt", da der Fahrer den niedrigen Zaun hinter sich nicht gesehen hat ---> Klage
- Sehr schön auch immer: Nach mehrwöchigen Operationen werden zwei Finger gerettet, die der Kläger, welcher in einem Holzbetrieb arbeitete, fast verloren hätte.
---> Klage, die Finger hätten nicht gerettet werden müssen, in der Holzverarbeitung ist das üblich Finger zu verlieren.

Was dabei herausgekommen ist oder nicht, lasse ich bewusst offen.
Es gibt immer "Sieger" und "Verlierer".

Insoweit ist mein Beispiel "Ast fällt Gastschützen auf den Kopf", oder "Gast bricht sich Bein beim Pfeileziehen" oder ähnliches geradezu "normal".
Und by the way - wenn ich manchmal über Parcours wandere, dann graut es meiner juristischen Seele und damit meine ich nicht unbedingt Ziele und Backstops.
Dazu möchte ich mich hier aber - ich hoffe verständlicherweise - nicht näher auslassen (auch nicht via PN).

Ob der Risikofall jemals eintreten wird, das weiß natürlich kein Mensch.

Und um das ganz klar zu sagen - ich verkaufe keine Versicherungen und kenne auch den Silent Entry (außer über das Forum) überhaupt nicht.

Und ganz am Rande: Wenn jemand mal meint, daß er solche Ansprüche hat, dann sollte er sich mal nen Anwalt nehmen, der mit solchen Sachen schon zu tun hatte  Engelchen, sei es die eine oder andere Seite.

Gruß
Michael

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Bazi
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« Antworten #21 am: Juli 23, 2017, 07:11:30 »

@Michaelpfeil
Danke für die Auflistung und den Hinweis, dass auch du keinen Fall benennen kannst, der einen Vorgang im Zusammenhang mit einem Parcours betrifft. Zumindest zeigt das, dass wir in DEU noch nicht ganz amerikanische Verhältnisse haben.
Ich wehre mich ja nicht gegen sinnvolle Versicherungen - auch nicht solchen für einen Parcours, aber ich würde eben gerne verstehen, ob für unser Hobby wirklich eine Sinnhaftigkeit gegeben ist. Bei der Ausrichtung von Turnieren dürfte eine Versicherung sicherlich nicht schaden, um etwaige dumm gelaufene Vorfälle in die richtigen Bahnen zu lenken und Ärger zu vermeiden. Aber selbst hier ist mir noch nichts bekannt geworden, dass einen aufhorchen lässt. Entweder waren es nur Gerüchte, die sich im Nachhinein als Fake herausstellten oder aber solche Dinge, wie von Eiger2000 beschrieben. Nur - ist für Unachtsamkeit von Leuten ein Verein wirklich haftbar zu machen? Wenn jemand in seine eigene Pfeile fällt, dürfte das eher auf Tollpatschigkeit zurückzuführen sein, als auf eine Vernachlässigung der Verkehrssicherungspflicht. Es sei denn ..., aber da wären wir wieder im Spekulationsbereich.
Wie schaut es denn bei den Parcoursbetreibern unter uns aus? Habt ihr alle entsprechende Versicherungen abgeschlossen?
P.S.
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SilentEntry
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« Antworten #22 am: Juli 23, 2017, 07:23:57 »

Hallo,
Also ich kenne die Schadenstatistik vom DFBV.
In den letzten 5 Jahren war gar nichts an Schäden in deren Verantwortungsbereich.
P
Möglich ist da aber schon was. Jemand stürzt auf Stufen, die ihr angelegt...ein Seil ist lose... Eine Brücke, die kaputt ist... Das wird der Großteil der Gefahren sein.

Trotzdem macht die Versicherung Sinn... Und ich möchte betonen, NICHT weil ich die verkaufen will.
Aufgrund meines Preiskrieges, den ich für das Produkt betrieben habe, verdiene ich an so einem Vertrag etwa 25-30€ brutto! Für diejenigen die denken, ich würde mir da eine goldene Nase verdienen.
Für die Arbeit, die ich damit habe mit Beratung, Anträge aufnehmen, telefonieren und Post Abwicklung dürfte ich die Sache aus kaufmännischen Gründen nicht mal andenken.
Nur damit das Thema nicht irgendwelche Personen motiviert, komische Sachen zu denken.

Zur Sache selbst:
Nur weil man vielleicht noch keinen Platten am Auto hatte, schmeißt man ja nicht das Ersatzrad weg... :-)
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Mescalero
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« Antworten #23 am: Juli 23, 2017, 07:43:09 »

So wie ich Michael interpretiere und unser Rechtsverständnis einschätze, geht es nicht mal in erster Linie um Schadensersatzansprüche, die geltend gemacht werden könnten, sondern um den Ärger der entsteht, wenn jemand auf die dumme Idee kommt, den Verein haftbar machen zu wollen.
Große Schützenvereine zahlen die Kanzlei und Auslagen aus der Portokasse, für einen kleinen Bogenverein kann eine Schadensersatzklage das finanzielle Fiasko bedeuten, noch bevor die Sache verhandelt wird.

Vermutlich ist jeder Verein, der Mitglied in einem der Verbände ist, ohnehin abgesichert.
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Bazi
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« Antworten #24 am: Juli 23, 2017, 09:31:30 »

@Mescalero
Genau so verstehe ich da auch und nicht zuletzt des wegen habe ich auch schon mit SilentEntry Kontakt aufgenommen.
@SilentEntry
Keine Sorge, dir dürfte keiner vorwerfen, das Alles au reinem Geschäftsinteresse zu machen - ich jedenfalls nicht.

Dennoch würde ich gerne wissen, ginge auch per PN, wie die hier versammelten Vereine und Parcoursbetreiber das Ganze handhaben.
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Landbub
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« Antworten #25 am: Juli 24, 2017, 13:38:14 »

Bazi, wenn ihr als Verein z.B. dem BSSB beitretet (was ihr eh müsst, wenn ihr Turnierschützen nach WA habt), kommt da ein Sack an Versicherungen mit. Ich hab mich nie drum gekümmert, hab da nur mal einer Diskussion auf eben so einem Turnier gelauscht. Aber das kann man sicher leicht rausfinden
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Bazi
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« Antworten #26 am: Juli 24, 2017, 15:41:32 »

@Landbub
Nöh, an einen Beitritt zu irgendeinem Verband haben wir nicht gedacht und wollen das auch nicht. Wenn jemand große Turniere schießen will, gibt es sicherlich auch andere Wege.
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« Antworten #27 am: Juli 24, 2017, 15:56:02 »

Brav Bazi,

den Verbandswirrwarr und die horrenten Beiträge muß man nämlich nicht um jeden Preis mitmachen. Daumen hoch und zuzwinkern
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Landbub
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« Antworten #28 am: Juli 24, 2017, 16:31:03 »

Brav Bazi,

den Verbandswirrwarr und die horrenten Beiträge muß man nämlich nicht um jeden Preis mitmachen. Daumen hoch und zuzwinkern

Natürlich nicht. Vereinsturniere sind meist lustiger und gibts genug.
Wenn man aber Rangliste und Landesmeisterschaften nach WA schiessen will, brauchst ohne BSSB (hier in Bayern - ich weiss wo der Bazi her kommt) Ausweis in der Tasche gar nicht kommen. BZW kannst dich gar nicht anmelden. Oder war jemand von Euch ohne BSSB Mitgliedschaft des Vereins und der Person auf der 3D LM in Passau vor 3 Wochen dabei? War ein schönes Turnier, super Gelände.
Wie es mit dem DFBV ist, weiss ich nicht, der ist irgendwie hier in Oberbayern nicht so aktiv.

aber das ist der falsche Thread für dieses Thema.
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Landbub
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« Antworten #29 am: Juli 24, 2017, 16:49:05 »

@Landbub
Wenn jemand große Turniere schießen will, gibt es sicherlich auch andere Wege.


yep, man geht zu einem Verein, der Mitglied ist. Der Trend geht eh zum Zweitverein. So machen wir das hier auch - und es lohnt sich: Die große Tochter ist Landemeisterin bei den Schülern geworden :-))
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