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Autor Thema: Bodnik Mohawk Recurve 60" 40#  (Gelesen 957 mal)
Phil
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Beiträge: 54



« am: Februar 10, 2017, 12:27:19 »

Bodnik Mohawk Recurve

So, nachdem nun eine paar Wochen nach meiner Kaufberatungsfrage und der nachfolgenden bzw. parallelen Bestellung des Mohawks von Bodnik Bows ins Land gegangen sind und ich den ein oder anderen Pfeil werfen konnte, nun mein versprochener Bericht.


Hersteller:
Bodnik Bows / Bearpaw


Bogentyp:
Recurve Take-Down


Kaufdatum:
02.01.2017


Länge:
60"


Zuggewicht:
40#


Fastflight tauglich:
ja


Hölzerkombination:
WA Bambus, Standard Mittelteil


Gesamteindruck:
Gut verarbeitet. Von dem hier im Forum in einem Thread beschriebenen Versatz der Wurfarme bei meinem Bogen keine Spur. Leicht. Dünnes Griffstück, aber schmeichlt der Hand. Auch der leicht rauhe Lack fühlt sich gut an.


Wie schiesst sich der Bogen:
Schnell. Und ein wenig zickig. Zumindest im Vergleich zu meinem vorherigen zusammengestückelten TD mit 68" und Flämisch Spleiß. Die direkte Rückmeldung bei unsauberem Schuss macht aber (meistens) Spaß.


Sonstige Bemerkungen zum Bogen:
Der Bogen war schon out-of-the-box mit der empfohlenen Standhöhe von 8" leise. Mit selbstgebastelten kleinen Dämpfern aus unbehandelter Schafswolle ist er nahzu lautlos, so erschrickt sich meine Scheibe erst beim Einschlag des Pfeils :-) 
Zu Beginn hatte ich allerdings einige Startschwierigkeiten: Bestimmt drei oder vier Tage schoss ich wie ein Zufallsgenerator, lediglich die grobe Himmelsrichtung stimmte. Zum Verzweifeln. Zudem stellten sich schnell massive Schleifspuren von der unteren Feder auf dem Shelf ein. Da musste es einen Zusammenhang geben. Und ich suchte, las, suchte, las, schoss, verzweifelte fast. Nach ein paar Tagen dann das Aha-Erlebnis. Mein vorheriger Bogen hat ein weit nach oben ausgeschnittenes Bogenfenster gehabt. ihr wisst wahrscheinlich schon worauf es hinaus läuft.... Den alten Bogen konnte ich senkrecht halten und schießen, Tip 12 und 6 Uhr. Das hab' ich dann auch mit dem Mohawk getan. Bis ich merkte, dass das Bogenfenster hier deutlich kürzer ist. Und in der geraden Bogenhaltung dazu geführt hat, dass ich mit meinem dominanten Zielauge das Ziel gar nicht mehr sehen konnte, da es durch das Mittelstück verdeckt war. Hrmpf. Für die Erkenntnis brauchte ich Tage. Dafür habe ich herzlich gelacht, als es mir wie Schuppen von den Augen fiel. Schwups, Bogen leicht gedreht - 1 und 7 Uhr - und siehe da, das Trefferbild war gleich viel besser. Eigenlicht auch besser als mit dem alten Bogen, denn der Frust der letzten Tage hat auch dazu geführt, dass ich mich extrem auf den Release fokussiert habe, um ihn gleichmäßig und reproduzierbar zu bekommen. Hatte also durchaus seine guten Seiten. 

Trotzdem blieb noch das "Problem" mit den Schleifspuren am Shelf. Ich hatte sowohl 500er als auch 600er Pfeile, hab versucht mit Lippenstift und allem möglichen den Abstimmungsfehler zu finden. Letztendlich bin ich mit dem Bogen und den 600er Pfeilen in einen Bogenladen gefahren, den ich bis dahin noch nicht kannte. Und war positiv angetan. Ich war zu dem Zeitpunkt der einzige Kunde und wurde ausführlich beraten. Zunächst haben wir dann den Shelf mit einem kurzen Lederstück unterfüttert, so dass die Pfeilauflage nur sehr kurz und etwas höher ist, dann noch einige andere Pfeile zur Probe geschossen und letztendlich noch ein paar 500er Nijora Bark eingepackt.

Seitdem bin ich sehr, sehr zufrieden mit dem Bogen. Auch das Zuggewicht von 40 Pfund fühlt sich bisher genau richtig an.
Nach mittlerweile etlichen (min. 3000) Schuss stellt sich langsam wieder Abrieb an der Auflage am Shelf ein, aber ganz lässt sie sich wohl kaum vermeiden. Einen "Wolfie Shelf" von Bodnik Bows einfräsen zu lassen, wie ich es eigentlich gerne hätte, würde momentan heißen, mehrere Wochen auf den Bogen zu verzichten. Und das kommt ganz und gar nicht in Frage! Dafür macht er mir viel zu viel Spaß.

Summasummarum: Ich bin glücklich, den Mohawk schießen zu können, feile aber immer noch an den optimalen Pfeilen...
Quasi frei nach dem Motto einer bekannten Baumarktkette: Jippie jaja jippie jippie yeah - es gibt immer was zu tun.

LG, Phil.
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Arrowbadger
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« Antworten #1 am: Februar 14, 2017, 23:36:33 »

Phil,

vielen Dank für Dein ausführliches Review.

Habe den 40# Mohawk RC auch, allerdings die 62" Variante. Ich mag den Bogen sehr, obwohl ich momentan eher auf einem Langbogentrip bin. Egal. Zu Deinem Problem mit den Spuren am Shelf:

Probier mal den  Nockpunkt etwas weiter nach oben zu verlegen. Das hört sich für mich nach einer Berührung des vorderen Teils des Federkiels an. Die Federn an sich sind zu weich um dieser Art Abrieb in 3000 Schuss zu schaffen.

Wie sieht der Pfeilflug denn aus? Winkt er zurück? Wenn Dein Pfeil sogenanntes Shelfbumping macht, und danach hört sich das irgendwie an, dann reichen ein paar Milimeter Nochpunkterhöhung um das Problem zu beheben.

Ich hatte am Anfang mit dem Bogen genau das selbe Problem. Daher schreibe ich Dir diese Zeilen auch.

Am besten Du entfernst den Metallnockpunkt und wickelst Dir einen aus Zwirnsfaden oder Zahnseide. Vorher das Serving gut einwachsen, dann umwickeln und dann mit (ein wenig !) Sekundenkleber(gel) den gewickelten Nockpunkt "härten". Der Sehnenwachs verhindert ein Verkleben auf der Sehne. Und durch die Servingwicklung kannst Du ihn nun wie auf einem Gewinde weiter hoch und runter drehen. So kann man alles schön einstellen.

Viel Erfolg!

Grüße

Alex
« Letzte Änderung: Februar 14, 2017, 23:41:57 von Arrowbadger » Gespeichert

Phil
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« Antworten #2 am: Februar 15, 2017, 05:47:00 »

Hallo Alex,

vielen Dank für den Tip. Gefühlt schien mir die Nockpunktüberhöhung bisher zu passen und ich kann kein Reiten des Pfeils erkennen. Aber ich werde Deinen Tip beherzigen und mal eine bisschen experimentieren. Der Nockpunkt ist aus Zahnseide, allerdings habe ich noch nicht versucht, ihn durch drehen zu verstellen. Aber Versuch macht kluch! Ich bin gespannt....

Phil
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S. D.
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« Antworten #3 am: August 11, 2017, 18:31:56 »

Hast du mal den Mohawk an einem Chrony getestet?
Würde mich mal interessieren wie schnell der mit 40lbs wirft.....
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Phil
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« Antworten #4 am: August 11, 2017, 19:36:46 »

Hallo S.D.

ich habe leider keinen Chrony zur Verfügung. Daher kann ich keine Angaben zum Speed machen. Mittlerweile schiesse ich vorwiegend den Cotonmouth, der Mohawk ist nur noch mein "Reisebogen" ;-)

LG, Phil
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Seb
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« Antworten #5 am: August 11, 2017, 20:52:24 »

Hi,
vielleicht kann ich helfen.
Ich habe ebenfalls einen 40lbs Mohawk, allerdings den 62" Recurve. Den habe ich mal durch den Chrony gejagt.
Bei meinen knapp 29" (eher 28,5") Auszug hab ich mit Handschuh, FF-Sehne mit Whiskers und 6,8 gpp so um die +- 208 fps geschossen.

Seb
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S. D.
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« Antworten #6 am: August 11, 2017, 21:24:18 »

Sind aber verdammt leichte Pfeile....
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Michaelpfeil
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« Antworten #7 am: August 11, 2017, 21:24:49 »

195 fps bei 40 lbs @ 28" mit 320 gn Pfeilen
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Pfeilwerfer
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« Antworten #8 am: August 18, 2017, 11:48:24 »

Hallo!

Habe den Mohawk jetzt schon länger beobachtet und würde gerne wissen, wie ihr denn die 62er Version im Vergleich zur 60er Version vergleichen würdet.

Mein Auszug wären 29". Hätte mir überlegt den 62er zu nehmen ...
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